Die zwei Seiten der „leeren Kalorien“

By | Dezember 9, 2014

Das erste Konzept, welches bei einer Wellness-Ernährung außerordentlich wichtig ist, ist das der leeren Kalorien. Manche Nahrungsmittel, über die wir heute verfügen können, sind von ihrem Nährwert her beinahe leer – sie enthalten viele Kalorien, eventuell noch Eiweiss und Fett, aber kaum Vitamine und Nährstoffe. Durch die Aufnahme solcher Nahrungsmittel erhöhen wir unsere Kalorienzufuhr stark, ohne dabei eine gute Nährstoffzufuhr zu gewährleisten.

Daraus können nur zwei Folgen entstehen: entweder wir nehmen zu (wenn wir zusätzlich zu den leeren Kalorien in ausreichendem Maße gesündere Lebensmittel zu uns nehmen), oder unser Körper wird unterversorgt (wenn wir unsere Kalorienzufuhr begrenzen, dabei aber zu viele leere Kalorien dabei haben, die keine Nährstoffe transportieren).

Beide Auswirkungen sind unangenehm und der Idee einer gesunden Ernährung nicht angemessen, weshalb man von der Aufnahme von gesunden Kalorien in zu großem Maße absehen sollte.

Dieser so weit sehr einfache Schluss ist hiermit aber noch nicht abgeschlossen, wenn wir eine ganzheitliche Ernährung aufstellen wollen, die sich eben nicht nur auf die Bedürfnisse des Körpers bezieht. Leere Kalorien sind kein Bestandteil einer körperlich gesunden Ernährung, sie können aber sehr wohl Bestandteil einer geistig gesunden Ernährung sein.

Schokolade – einer der Klassiker der kalorienreichen und nährstoffarmen Speisen – ist uns allen als „Seelentröster“ bekannt. Besonders Frauen greifen in Stresssituationen oder bei emotionaler Anspannung immer wieder gerne auf Schokolade zurück, der man eine „stimmungsaufhellende“ Wirkung zuschreibt.

Gehen wir mit den Maßstäben eines klassischen Ernährungsplans an Schokolade heran, kann man eigentlich nur sagen, dass man nichts davon essen sollte, oder am besten so wenig wie möglich.

Damit wird man der gesamten Wirkung von Schokolade allerdings nicht gerecht – sie kann durchaus Teil einer ausgewogenen Ernährung sein, wenn man sie geschickt einzusetzen weiß.

Nehmen wir an, sie fühlen sich nicht gut und haben – vielleicht gerade weil sie sich nicht gut fühlen – Lust auf Schokolade. Im Interesse einer körperlich gesunden Ernährung wäre es zweifelsohne, diese Lust durch einen Apfel, eine Orange oder eventuell einen Müsliriegel zu befriedigen.

Dies kann aber an der Lust auf Schokolade nichts ändern – denn genausowenig wie man seinen Durst mit Kaffee stillen kann, kann man Schokolade durch Obst ersetzen.

Das Ergebnis einer solchen „Ersatzbefriedigung“ wäre genau das – man hätte anstatt der Befriedigung seiner Lust einen Ersatz gefunden und würde die Lust nicht mehr unangenehm, sondern vielleicht nur noch latent spüren.

Das Ergebnis ist also eine nicht mehr stark spürbare Nichtbefriedigung eines körperlichen Bedürfnisses, was im Interesse einer ganzheitlichen Ernährung natürlich nicht das Ziel der Nahrungsaufnahme sein sollte.